Mit einem Online Rechner für Festgeldkonten gute Zinsen finden

Festgeld ist eine Form der Geldanlage, die von den meisten inländischen Banken angeboten wird. Hierzu gehören nahezu alle Volks- und Raiffeisenbanken ebenso wie der überwiegende Teil der Sparkassen und große Geschäftsbanken wie die Deutsche Bank, die Postbank und die Commerzbank. Ebenso bieten die meisten Direktbanken ihren Kunden das Festgeldsparen an, wobei sie teilweise wie die DKB mit dem Begriff Festzins abweichende Produktnamen wählen. Einzelne Kreditinstitute wie die Santander Bank oder die Volkswagenbank haben das Festgeldkonto zumindest vorübergehend aus dem Sortiment genommen, sodass bei ihnen keine Neueröffnungen mehr möglich sind.

Was ist ein Festgeldkonto und worin besteht der Unterschied gegenüber dem Sparbrief?

Ein Festgeldkonto ist ein Sparkonto, auf das der Sparer einen Geldbetrag einzahlt. Diesen erhält er nach Ablauf der vereinbarten Anlagefrist mitsamt der Zinsen zurück. Anders als bei Sparbriefen existieren beim Festgeld keine abgezinsten Modelle und üblicherweise keine Varianten mit jährlicher Zinsauszahlung. Das Festgeldkonto ist mit einem klassischen Sparbrief mit gebündelter Zinszahlung bei Fälligkeit zu vergleichen. Rechtlich gesehen gelten für Festgelder nicht die strengen Verbriefungsvorschriften der Sparbriefe, sodass die Vertragsabwicklung komplett online und ohne Ausstellen einer Sparurkunde ebenso möglich wie üblich ist. Ein weiterer Unterschied ist den Sparern bei der Geldanlage in der Regel nicht bewusst: Der Besitzer eines Sparbriefes kann diesen beleihen, wobei der zu zahlenden Zinssatz die Guthabenzinsen nur geringfügig überschreitet. Die vorzeitige Rückzahlung von Festgeldanlagen ist hingegen grundsätzlich nicht möglich. Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass die Bank bei einer Notlage des Sparers einer solchen zustimmt. Ein Rechtsanspruch hierauf besteht anders als beim Beleihen des eigenen Sparbriefes aber nicht.

Welche Laufzeiten sind bei Festgeldern üblich?

Die meisten inländischen Geldinstitute akzeptieren beim Festgeld Anlagezeiträume ab einem halben oder einem Jahr bis zu sechs oder sieben Jahren. Bei einzelnen Geldinstituten ist die Festgeldanlage bereits für einen Zeitraum von drei Monaten möglich. Bislang als Alleinstellungsmerkmal nimmt die Targobank Festgelder bereits mit einer Mindestanlagedauer von lediglich sieben Tagen entgegen. Bei derartig kurzzeitigen Sparvorhaben verweisen die anderen Banken regelmäßig auf die Möglichkeit, ein Tagesgeldkonto zu eröffnen.


Die Konditionen für das Festgeld vergleichen

Die Zinsen, welche die Banken ihren Kunden für eine Festgeld Anlage auszahlen, unterscheiden sich je nach Geldinstitut deutlich - das zeigen viele Portale, die immer wieder die Konditionen fürs Festgeld vergleichen. Zusätzlich differenzieren die meisten Geldhäuser ihre Zinsangebote je nach Betrag und Laufzeit des Festgeldkontos. Dabei erhöht die verlängerte Laufzeit den Zinsertrag nur teilweise, denn gerade bei Geldanlagen über mehr als sechs Jahre kürzen viele Banken die Guthabenzinsen. Das ist angesichts der langfristig schwer kalkulierbaren Refinanzierungskosten nachvollziehbar. Es ist somit unverzichtbar, den konkret gewünschten Anlagebetrag ebenso wie die geplante Spardauer in den Rechner für Festgeldkonten einzugeben.

Auf die Sicherheit der Geldanlage achten

Oftmals zeigt der Festgeldrechner ausländische Banken als Zinssieger an. Selbst wenn aufgrund der Kontoführung in Euro kein Währungskursrisiko besteht, prüfen Sparer vor dem Vertragsabschluss zwingend die Sicherheit ihres Sparguthabens bei diesen Banken. Außerhalb der EU-Mitgliedsstaaten gelten teilweise drastisch niedrigere Höchstbeträge für die Einlagensicherung als in Deutschland. Eine Festgeld Anlage bei einer dort ansässigen Bank sollte niemals höher als der im Insolvenzfall geschützte Geldbetrag ausfallen. Eine weitere Besonderheit stellen sowohl von inländischen als auch von ausländischen Banken teilweise verwendete Vertragsklauseln hinsichtlich der Geldrückzahlung dar. Diese besagen, dass sich die Anlagedauer verlängert, wenn der Sparer sein Geld nicht vor der Fälligkeit anfordert. Festgeldverträge mit der kundenfreundlichen Klausel der automatischen Geldüberweisung auf das Referenzkonto bei Fälligkeit ohne Rückforderung des Betrages verhindern, dass der Sparer sein Vermögen unfreiwillig länger als geplant anlegt.